Update Vogelwarte – ein gutes Ende in Sicht

Update Vogelwarte – ein gutes Ende in Sicht

Bedeutet eine tote Schlingnatter das Ende für die Ausgleichsfläche und damit den Erhalt der Vogelwarte mit dem Lehrbienenstand?

Wir haben zwei völlig gegensätzliche Entwicklungen in Bezug auf die Vogelwarte in Altenhundem zu verzeichnen.

Zum einen versuchen die Investoren Prein und Behle den Imkerverein Altenhundem aus dem Lehrbienenstand Vogelwarte durch eine Räumungsklage zu vertreiben. Der Prozess soll Anfang August im Amtsgericht Lennestadt stattfinden. Zum anderen sind auf der letzten verbliebenen Ausgleichsfläche Schlingnattern nachgewiesen worden. Was bedeutet dies denn nun? Nimmt man die Aussagen des Kreises Olpe diesmal für bare Münze, müsste die Stadt Lennestadt den gültigen Bebauungsplan jetzt mit allen Konsequenzen umsetzen.

Dies bestätigt auch die Bezirksregierung in ihren Schreiben. Und dies deshalb, weil der Stadt Lennestadt die möglichen Ausgleichsflächen wohl endgültig ausgegangen sind. Eine Ausgleichsfläche käme nämlich nur dann noch in Frage, wenn dort noch keine Schlingnatter leben würden.

Dies ist aber offensichtlich nicht der Fall. Es scheint sogar so zu sein, das überall um die Vogelwarte Schlingnattern vorkommen. Ende letzte Woche wurde auf der letzten verbliebenen und möglichen Ausgleichsfläche eine verendete Schlingnatter gefunden. Die Natter ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Opfer eines anderen Beutegreifers geworden.

Die nunmehr erforderliche konsequente Umsetzung des Bebauungsplanes Vogelwarte bedeutet, dass die Investoren die Fläche der Vogelwarte vollständig zu pflegen haben und den alten benutzbaren Zustand wieder herstellen müssen. Es bedeutet aber auch, dass sie den Lehrbetrieb am Lehrbienenstand zu gewährleisten haben.

Und damit passt jetzt nichts mehr zusammen. Die Klage gegen den Imkerverein Altenhundem, das Verhalten der Stadt und der Anspruch auf Umsetzung des Bebauungsplanes.

Bleibt nur noch die Frage wann der Kreis Olpe endlich aktiv wird.