Regina Kühn

Steckbrief

Über mich:

Geboren 1983 in Olpe, wuchs ich als Tochter eines Polizisten und einer Krankenschwester in Stachelau auf. Nach einem kurzen Gastspiel in Frankreich nach dem Abitur und dem Studium in Siegen bin ich wieder nach Olpe zurückgekommen und habe es nie wieder dauerhaft verlassen. Heute lebe ich mit meinem Mann und unserer Tochter in Dahl-Friedrichsthal, der Heimat meiner Großeltern. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit, mit der meine neuen Nachbarn uns in der Dorfgemeinschaft aufgenommen haben, bewogen mich 2019 dazu, gemeinsam mit anderen engagierten Menschen im Dorf den Verein „Dorfgemeinschaft Dahl-Friedrichsthal e.V.“ zu gründen, in dessen Vorstand ich gewählt wurde. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, das Dorfleben für alle Menschen schön zu gestalten. Doch auch die Rettung unserer Dorfschule und die Unterstützung und Koordinierung des sozialen Engagements verschiedener Gruppierungen im Dorf stehen auf unserer Agenda.

Das Engagement für den Nächsten ist mir ein großes Bedürfnis. Als Diplom-Sozialarbeiterin kümmere ich mich täglich um die Kinder und Jugendlichen der Sekundarschule Olpe-Drolshagen. So ist es vermutlich nicht verwunderlich, dass ich mich im Besonderen der Kinder-, Jugend- und Schulpolitik verschrieben habe. Auch die Bedürfnisse von Familien und Menschen, die häufig am Rande der Gesellschaft zu stehen scheinen, sind mir ein besonderes Anliegen.

Wir haben das große Privileg, in einer funktionierenden Stadtgesellschaft zu leben, in der Anonymität und Nicht-gesehen-werden bei weitem kein so großes Problem sind wie in vielen Großstädten. Aber auch bei uns gibt es soziale Ungleichheit bis hin zu sozialem Abseits. Dies, oder zumindest seine Folgen, durch eine gerechte Sozialpolitik auszugleichen ist mein Bestreben. Bezahlbarer Wohnraum in der Kernstadt und nicht nur auf den Dörfern abseits ist dringend erforderlich, um Menschen echte Wahlfreiheit bei der Niederlassung in Olpe zu bieten. Zusätzlich benötigen wir Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Familien ebenso wie für Senioren und andere Menschen, die auf barrierefreie oder -arme Strukturen angewiesen sind. Für ein dauerhaft zufriedenes Miteinander der Generationen ist ein Konzept der Stadtentwicklung erforderlich, das der heterogenen Gesellschaft in Olpe Rechnung trägt. Dass dies nicht ohne eine große Portion Umweltbewusstsein und Schutz unseres eigenen Lebensraumes möglich ist, ist selbstverständlich.

Um dies alles zu erreichen braucht es mehr Personen in verantwortlichen Positionen, die bereit sind, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen und konstruktiv zusammenzuarbeiten.

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