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Zukunftsplan der Fraktion von Bündnis 90 / Die GRÜNEN im Rat der Gemeinde Wenden

Unsere erste Zukunftsmaßnahme:
Wir werden, sofern sich in den nächsten fünf Jahren im Haushaltsplan nichts Gravierendes verändert, keine Steuererhöhung vornehmen. Ausnahmen sind die Gewerbesteuern und Vergnügungssteuern (Spielautomatensteuer).

Unsere zweite Zukunftsmaßnahme:
Der Standort „Landhecke“ wird als potenzielles Industriegebiet nicht weiter verfolgt. Stattdessen werden dringend benötigte Gewerbeflächen an bestehenden Industriegebieten und ökologisch verträglichen Flächen erschlossen.

Unsere dritte Zukunftsmaßnahme:
Unser Ziel ist es, die Hälfte des verbrauchten Stroms in der Gemeinde Wenden bis zum Jahr 2030 durch regenerative Energie hier in der Gemeinde zu erzeugen. Auch soll der CO2-Ausstoß von 181.000 Tonnen im Jahr 2007 bis 2030 um ein Drittel reduziert werden. Um dies zu erreichen ist der Klimaschutzplan zu überarbeiten.

Unsere vierte Zukunftsmaßnahme:
Mit einem umfassenden Konzept soll die Schullandschaft in der Gemeinde für die nächsten 20 Jahre zukunftsfähig gemacht werden. Dabei sind nicht nur das Konrad-Adenauer-Zentrum, sondern auch alle anderen Standorte in der Gemeinde zu berücksichtigen.

Unsere fünfte Zukunftsmaßnahme:
Die Gemeinde wird in Zukunft verstärkt kostengünstiges Wohnen fördern und unterstützen. Zukünftig werden keine weiteren Container mehr in der Gemeinde aufgestellt. Stattdessen werden leer stehende Immobilien genutzt oder Massivhäuser gebaut. Diese haben bei ähnlichen Investitionskosten eine vier Mal längere Lebensdauer und sind für die Integration von Flüchtlingen besser geeignet. Kurzfristig wird die Gemeinde ein Sozialarbeiter/in einstellen, der insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde-Flüchtlinge und Ehrenamtliche regelt. Hier ist dringend Handlungsbedarf.

Unsere sechste Zukunftsmaßnahme:
Sport- und Kulturvereine, die Kinder- und Jugendarbeit leisten, werden in den Förderungen hervorgehoben. Um den Anreiz für einen Vereinsbeitritt zu erhöhen, wird die Gemeinde für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahren pro Jahr bis zu 20,00 € des Vereins- bzw. Mitgliedsbeitrag übernehmen.

Unsere siebte Zukunftsmaßnahme:
Die Aufgaben der Kommunen werden immer spezieller und komplexer. Um den Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft eine bezahlbare Verwaltung mit niedrigen Gebühren vorzuhalten, ist eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen auszuweiten.

Unsere achte Zukunftsmaßnahme:
Um unseren Dörfern eine Zukunft zu geben, setzen wir uns für den Erhalt der Infrastruktur ein. Besonders wichtig ist uns dabei der Ausbau einer flächendeckenden schnelle Internetverbindung mit einer Bandbreite von 300 MBit/sec. Nicht renovierungsfähige Häuser sollten – bevor sie den Dorfkern verschandeln – durch kostengünstigen neuen Wohnraum ersetzt werden.

Unsere neunte Zukunftsmaßnahme:
Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist zukünftig bei allen Großprojekten bzw. umstrittenen Vorhaben anzuwenden und nicht nur bei den alle fünf Jahre stattfindenden Kommunalwahlen.

Unsere zehnte und letzte Zukunftsmaßnahme:
Die Gemeinde fördert und unterstützt das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Hierzu wird ein Förderprogramm erstellt, in dem Vereinsvorständen und Bürgerinnen und Bürgern, die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, kostenlose Schulungs- und Weiterbildungsmöglichen angeboten werden.